Meine Arbeit
Techniken, Materialien & Inspiration
Alles über Perlenkunst
Jedes meiner Schmuckstücke erzählt eine kleine Geschichte – von Geduld, von Farben, von handwerklicher Präzision. Was nach außen zart und verspielt wirken mag, entsteht in einem intensiven kreativen Prozess: mit feinsten Nadeln, winzigen Perlen, uralten Techniken und viel Liebe zum Detail.
Auf dieser Seite lade ich dich ein, hinter die Kulissen zu blicken: Entdecke die Methoden, Materialien und Gedankenwelten, die meine Arbeit begleiten – und erfahre, warum Beadwork für mich mehr ist als Schmuckgestaltung: Es ist Meditation, Ausdruck und Handwerk in einem.
Techniken
Materialien
Gestaltung
Geschichte
Techniken & Stitches
Die Welt des Beadworks ist voller Traditionen, Formen und Techniken. Ich arbeite mit verschiedenen sogenannten Stitches, also Fädel- und Vernähmethoden, die es ermöglichen, Perlen stabil, flexibel und kunstvoll miteinander zu verbinden. Viele davon stammen aus der Kultur der nordamerikanischen Ureinwohner.
Die wichtigsten Techniken
- Even Count Peyote Stitch – symmetrisch, vielseitig, sehr stabil
- Odd Count Peyote Stitch – erlaubt asymmetrische Designs
- Ladder Stitch – Grundlage für andere Stitches
- Brick Stitch – wirkt wie gemauert, sehr dicht
- Square Stitch – imitiert Webtechnik
- RAW (Right Angle Weave) – ergibt geometrische Muster
- CRAW (Cubic Right Angle Weave) – räumliche, 3D-fähige Technik
- Ndebele/Herringbone Stitch – elegant und flexibel
Materialien & Werkzeuge
Die Qualität eines Schmuckstücks beginnt bei den Materialien. Ich verwende ausschließlich hochwertige Glasperlen, Kristalle, Nadeln und Fäden, die nicht nur präzise verarbeitet, sondern auch langlebig und wunderschön sind.
Jedes Werkzeug, jede Perle hat ihren Platz – und ich liebe es, aus dieser Vielfalt auszuwählen.
Die Materialien, die ich verwende
- Seed Beads (1,5 – 4,4 mm): von Miyuki und Toho (Japan) – sehr gleichmäßig
- Böhmische Glasperlen: facettiert, edel schimmernd
- Rivoli, Cabochons & Halbedelsteine: für eingefasste Highlights
- Fireline-Faden: extrem reißfest, flexibel – ursprünglich für Angler
- Ultrafeine Nadeln: um mehrmals durch kleinste Perlen zu gelangen
Gestaltung & Inspiration
Es ist auf jeden Fall befriedigend, schönen, tragbaren und individuellen Schmuck herzustellen, der manchen Frauentypen gefällt und ihre Individualität unterstreicht.
Es entsteht etwas, das nicht nur schmückt, sondern auch einen Ausdruck innerer Haltung sein kann – fein, detailreich und persönlich.
Auf tieferer Ebene empfinde ich das Fädeln, Weben und Nähen mit winzigen Perlen, um damit durchgehende Strukturen oder Gewebe zu erzeugen, als eine Art von Meditation. Dabei ist das Zusammenfügen von Perlen mit Nadel und Faden wie ein Puzzle, in dem jeder Teil den richtigen Platz findet, und dadurch zu Schönheit, Glanz und Form des Stücks beiträgt. Man kann dabei fast schon von einer philosophisch-spirituellen Erfahrung sprechen.
Das kleinste Teil ist unerlässlich für den Aufbau von geschmeidig-flexiblen oder auch festeren Formen, alle miteinander verbunden durch die unermüdlichen Wege von Nadel und Faden.
Die Natur ist mir dabei eine immerwährende Inspirationsquelle mit ihren Myriaden an Farben, Formen und Details. Der Aufbau eines Blattes, von Licht durchdrungen, die Struktur verschiedener Steine bzw. Mineralien, die unglaublichen geometrischen Muster von Blüten und vieles mehr.
Natürlich sind mir auch herausragende Perlenkünstler ein großes Vorbild und ich bin immer am Weiterlernen. Ich lasse mich von Büchern, Tutorials und Kursen inspirieren und verwende gerne auch Patterns für kompliziertere Stücke.
Die höchste Stufe der Perlenkunst ist noch lange nicht erreicht, und es gibt immer Raum sich weiterzuentwickeln. Das macht mir viel Freude und gibt Anstoß, das eigene Können zu erweitern. Die Möglichkeiten, das eigene kreative Wachstum zu entfalten, sind unbegrenzt. In diesem Sinne ist für mich die Perlenkunst ein Weg hin zu meiner eigenen Sichtweise von Harmonie und Schönheit.
Geschichte & Weiterentwicklung
Perlenkunst hat eine jahrtausendealte Geschichte. Viele der Techniken, mit denen ich heute arbeite, wurden von indigenen Völkern weitergegeben und inspirierten Künstlerinnen auf der ganzen Welt – auch mich.
Ich habe das große Glück, in Kalifornien erste Einblicke in diese Traditionen bekommen zu haben. Seitdem lerne ich immer weiter – über Tutorials, Kurse, Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern.
Wer mehr über die Geschichte der Beadwork erfahren möchte, findet spannende Einblicke z. B. auf Wikipedia: Beadwork (englisch).
Literaturempfehlungen
- »Beading Bible« von Dorothy Wood
- »Mastering Beadwork« von Carol Huber Cypher
- »Beading—the Creative Spirit« von Rev. Wendy Ellsworth
- »The Beading School« von Erika Sandor: Tutorials, Patterns, E-Books





















